TauschRing-Geschichte
Tauschringe sind ja eigentlich nichts Neues. Bereits in den 20er und 30er Jahren des 19. Jahrhunderts begründete Robert Owen die englische Konsumgenossenschafts-Bewegung. Revolutionär war seine Theorie, dass sich der Wert aller Waren nach der für die Herstellung benötigten Arbeit bemisst.
Um 1920 wollte Silvio Gesell mit seinen Arbeitswertscheinen gegen die hohe Arbeitslosigkeit und die schwere Rezession zu Felde ziehen. Obwohl dies Freigeldexperiment vielen Orten zu lokalem Wohlstand verhalf, wurde dies durch den Reichsfinanzminister wieder verboten.
1932 führte eine Tiroler Gemeinde Notgeld in Form von Arbeitsbestätigungsscheinen ein. Diese unterlagen einem permanenten Umlauf, den 6000 Menschen gewährleisteten.
Zum Teil im Kriegs- und Nachkriegsdeutschland wurde außerordentlich viel über den Tauschhandel abgewickelt.
1979 hat Michael Linton das erste LETS-Projekt (Local Exchange Trading System) an der kanadischen Westküste gegründet. Die Verrechnungseinheit war der "Green Dollar". Weitere LETS entstanden infolge in Australien, Neuseeland und in England.
Heute zählen wir in Deutschland über 400 Tauschringe mit steigender Tendenz.
In Ländern wie Argentinien mit seiner politisch wie wirtschaftlich desolaten Situation haben Tauschringe und Tauschgeschäfte überhaupt einen Umlauf von Waren und Dienstleistungen möglich gemacht.